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2016

MFH Rudolfstrasse 55 Umbau und Sanierung 2 MFH 14 + 8 WE LPH 3-6

Umbau und Sanierung von zwei Mehrfamilienhäuser, in der Rudolfstrassse 55, in Erfurt

Haus 1 ehemaliges ITT Gebäude mit 14 Wohneinheiten
Haus 2 Nebengebäude mit 8 Wohneinheiten & 1 Gewerbeeinheit

LPH 3 Entwurfsplanung HLS
LPH 4 Entwässerungsgenehmigung
LPH 5 Ausführungsplanung HLS
LPH 6 Ausschreibung der Leistungen H/L/S je Gebäude

  • Heizung
  • Sanitär
  • Lüftung

Technische Daten

Heizungsanlage

Wärmeerzeugung

Die Wärmeerzeugung erfolgt über Fernwärme dies steht im Technikraum im KG Haus 1 an.

Die Indirekteübergabestation mit dem Plattenwärmetauscher wird im Technikraum installiert. Der Anschluss der Fernwärme von Hausanschluss an die Primärseite der HAST (Übergabestation). Neben der Hausanschlussübergabe Station wird die Verteilerstation inkl. Regelung aufgebaut.

Sie besteht aus dem folgenden Heizkreis:

  • Anschluss von HAST 
  • Nachheizung WWB-Puffer für Frischwasserstation Haus 2
  • Nachheizung WWB - Puffer für Frischwasserstation Haus 1
  • FBH Haus 2 ca. 950 m²
  • FBH Haus 1 ca. 1075 m²

Die Pufferspeicher versorgen die jeweiligen WWB -Anlagen Haus 1/2 mit Heizzungswasser zur Warmwasserbereitung im Durchflussprinzip.

Die Steuerung der Anlage erfolgt über eine Regelung, der Außentemperaturfühler für beide Häuser wird an der Außenwand ITT Gebäude Nordwand  zur Hofinnenseite platziert.

Als Führungsgrösse für die Regelung zur witterungsabhängig gleitenden Regelung der Heizung. Die entsprechende Regelungstechnik ist im Leistungsumfang Gewerk Heizung enthalten.

Wärmeverteilung

Die Verteilung der Wärme erfolgt über einen Heizungsverteiler mit folgenden Heizkreisen: 

  • Nachheizung WWB - Puffer Haus 2  65/35 °C 
  • Nachheizung WWB - Puffer Haus 1  65/35° C
  • FBH Haus 2 45/35 °C
  • FBH Haus 1 45/35 °C 

Trinkwasserinstallation

  • Zentrale Erzeugung des Warmwassers über ein Frischwassermodul.
  • Verteilung über Steigstränge zu den einzelnen Wohneinheiten.
  • Verbrauchsabrechnung über Wohnungswasserzähler für Kalt- und Warmwasser.

Entlüftungsanlagen zum Feuchteschutz

Entlüftungsanlagen zum Feuchteschutz je Wohneinheit

Die einzelnen Abluftventilatoren jeder Wohneinheit werden über eine Steuerungsanlage mit Tages und Wochenprogramm angesteuert, weiterhin wird die Feuchte im Innenflur über einen Hygrostaten überwacht. Was die Anlage zu einer kontrollierten Wohnungslüftung ohne Wärmerückgewinnung macht.

Die Anlagen bestehen Wohnungsweise aus folgenden Komponeten.

Entlüftungsgeräte:

  • Bauaufsichtlich zugelassenes Unterputz-Lüftungsgerät für den Wand- oder Deckeneinbau.
  • Einbau im Schutzbereich I nach DIN VDE 0100-701 zulässig.
  • Mit einer körperschallabsorbierenden Gebläseeinheit (energiesparender Kondensatormotor)
  • inkl. Filter (Filterklasse G3). Volumenström regelbar auf 2 Stufen voll/teillast je Auslegungsfall 60/30 bzw 60/40 m³/h
  • inkl. eines Nachlauf und Fernsteuerungsmoduls.

Ansteuerung:

Die Ansteuerung zur kontrollierten Wohnungslüftung (dezentrales Zu-/Abluftsystem): 

  • Lüfter Bad: 60-30 oder 60-40 +Nachlauf+Fernsteuermodul 
  • Lüfter WC: 60-30 oder 60-40 +Nachlauf+Fernsteuermodul 
  • Lüfter Küche bzw. Nebenräume: 60-30 oder 60-40+Nachlauf+Fernsteuermodul 

Alle Lüfter (Bad, WC und Küche & Nebenräume) werden mittels separaten raumseitigen Lüfterschalter in Volllaststufe angesteuert werden können. 

Bei Lüftern in innenliegenden Ablufträumen kann der Lichschalter für die 60 m³/h genutzt werden. 
Unabhängig davon kann auch mittels einem zusätzlichen raumseitigen Schalter die Teillast angesteuert werden. 
Diese Ansteuerung ist in der Schaltmöglichkeit nicht aufgenommen.
Sollte bei diese zur Ausführung kommen muss dies mit dem Elektriker abgestimmt werden.

Die Uhr in der Unterverteilung steuert über die Fernsteuereinheit die Teillast der Lüfter an. 
Die Funktionen: Uhr aus, Uhr permanent und Uhrzeit-Betrieb sind mittels der analogen 1-Kanal-Zeitschaltuhr für jeden Nutzer einfach einzustellen. 
Dem Nutzer sollte die Möglichkeit gegeben werden, gerade in Kochnischen bei Bedarf die zentrale Ansteuerung zu unterbrechen.
Hierfür sollte ein bauseitiger Schalter vom Elektriker vorgesehen werden. 

Der Raumhygrostat HG-mini kann im Flur installiert werden und gibt bei Überschreitung des eingestellten Feuchtewertes (z.B. Sommer = 75% rF; Winter = 40% rF) den Schaltbefehl (230V/50Hz) über die Fernsteuereinheit LFS1 an die Volllast der Lüfter weiter.
Neben dem Hygrostat können die Lüfter parallel auch nutzerabhängig betrieben werden. 

Auch wenn die zentrale Uhr bzw. der Hygrostat außer Betrieb genommen werden (keine kontrollierte Wohnungslüftung!), sind die Lüfter immer nutzerabhängig über den Einzel-Schaltbetrieb
raumseitig betriebsfähig.
Alle Lüfter erfüllen aufgrund des Einzelbetriebes die Anforderungen der DIN 18017-3. 

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